Münzteller

Beschreibung

Silberner Münzteller des 18./19. Jahrhunderts, unsigniert. Eingesetzt sind 12 Taler des 16. Jhs: zentrales Mittelstück im vertieften Tellerboden ist ein Taler o.J. von Solothurn, umher Taler 1558 von Salzburg, Taler 1549 von Brandenburg-Bayreuth, Taler 1546 von Mansfeld-Schraplau, Taler 1552 von Moritz von Sachsen, Taler 1563 von Henneberg, zwischen den Talern getriebene Blumenverzierungen. Auf dem Tellerrand: Taler 1549 von Mecklenburg, Taler 1565 von Salzburg, Taler 1546 von Donauwörth, Taler 1545 von Oettingen, Taler 1559 von Batenburg und Taler 1559 von Zürich, zwischen den Talern großblumige, getriebene Verzierung

Gewiss handelt es sich um die Liebhaberei eines kunstsinnigen Münzsammlers, der zwölf kostbare Renaissance-Taler aus vor allem deutschen und eidgenössischen Prägestätten in einen verzierten Teller aus Silber einarbeiten ließ. Die Datierung des Arrangements ist nicht gesichert, jedoch erfreuten sich solche Zusammenstellungen im 18. und 19. Jahrhundert großer Beliebtheit. Bei dem prächtigen Münzteller sind die Geldstücke sorgsam zusammengestellt – nur kostbare Taler wurden gewählt, geringwertige Groschen, Heller oder Pfennige haben keinen Platz, und jede Prägung kommt nur einmal vor. Die Taler zeigen meist das Bildnis des Münzherrn. Eines der seltensten Exemplare ist der 1563 geprägte Taler des Grafen Georg Ernst von Henneberg-Schleusingen (1511–1583), letzter männlicher Vertreter der hennebergischen Dynastie.
Münzteller
Münzteller
Abb.: Sieland, Tino
CC BY-NC 4.0