Das Digitale Landesmuseum Thüringen

100 Objekte. 100 Museen = 100 Geschichten


100 Museen haben mit ungewöhnlichen, berühmten oder wertvollen Stücken aus ihren Sammlungen diese erste virtuelle Ausstellung möglich gemacht. Jedes dieser Objekte hat etwas ganz Besonderes zu erzählen. Alle zusammen zeigen 400 Millionen Jahre Geschichte - aus, mit und über Thüringen und auch über die Landesgrenzen hinaus. Das Digitale Landesmuseum Thüringen ist ein neues Format für alle, die sich für Thüringen und seine Museen interessieren: Hier können Sie sich überraschen lassen! Sie können Unerwartetes entdecken oder guten Bekannten wieder begegnen. Wir möchten Sie inspirieren, auch die realen Objekte in den Thüringer Museen zu besuchen und dort noch viele andere kennenzulernen. Denn im Museum begegnet man Geschichte und Geschichten.


Treten sie ein!


Ihr Museumsverband Thüringen e.V.

Mensch und Tier
Thüringer Apothekenmuseum im “Haus Rosenthal”
Bad Langensalza
3. Viertel 19. Jahrhundert
Homöopathische Hausapotheke
Friedrich August Günther (1802-1865), geboren in Gotha, gründete in Langensalza in den 1850er-Jahren eine Fabrik für homöopathische Arzneimittel gegen Krankheiten bei Mensch und Tier. Zuvor hatte er durch mehrbändige Veröffentlichungen zur homöopathischen Tierheilkunde auf sich aufmerksam gemacht und einen größeren Interessentenkreis gefunden. Günther gehörte damit zu den Ersten, die das homöopathische Prinzip in die Veterinärmedizin einführten. Den Erfolg als Buchautor verband er geschickt mit den Aktivitäten als Unternehmer. Die „Homöopathische Hausapotheke“ ist ein Beispiel dafür. In fünf verschiedenen Größen mit bis zu 278 flüssigen Arzneien hergestellt, wurde sie vor allem über den Buchhandel vertrieben, denn in seinen immer wieder aufgelegten Büchern wurden er und später sein Sohn nicht müde, auf die Hausapotheke als „nothwendige Zugabe“ hinzuweisen.
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