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Das Digitale Landesmuseum Thüringen

100 Objekte. 100 Museen = 100 Geschichten


100 Museen haben mit ungewöhnlichen, berühmten oder wertvollen Stücken aus ihren Sammlungen diese erste virtuelle Ausstellung möglich gemacht. Jedes dieser Objekte hat etwas ganz Besonderes zu erzählen. Alle zusammen zeigen 400 Millionen Jahre Geschichte - aus, mit und über Thüringen und auch über die Landesgrenzen hinaus. Das Digitale Landesmuseum Thüringen ist ein neues Format für alle, die sich für Thüringen und seine Museen interessieren: Hier können Sie sich überraschen lassen! Sie können Unerwartetes entdecken oder guten Bekannten wieder begegnen. Wir möchten Sie inspirieren, auch die realen Objekte in den Thüringer Museen zu besuchen und dort noch viele andere kennenzulernen. Denn im Museum begegnet man Geschichte und Geschichten.


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Ihr Museumsverband Thüringen e.V.

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Freiheit und Selbstbestimmung
Stadtmuseum Weimar im Bertuchhaus
Weimar
23. Februar 1928
Thüringer Landtag - Hebammengesetz, Frau Sachse (SPD) am Rednerpult
1890 in Wintersdorf im Altenburger Land geboren, ließ sich Alfred Ahner in Gera zum Lithografen ausbilden. Sonntäglicher Zeichenunterricht führte zur Bekanntschaft mit Otto Dix (1891–1969), der den feinen, oft mit nachträglichen Schraffuren verunklärten Strich in Ahners Zeichnungen auszubilden half. Nach Studium an den Kunstakademien von München und Stuttgart ließ sich Ahner 1922 als Kunstmaler in Weimar nieder und wurde mit seiner Zeichenlust nicht nur zum Chronisten der Stadt, sondern auch zu einem Zeitzeugen des Parlamentarismus im noch jungen Freistaat. Unzählige Male besuchte er die Landtagsdebatten und hielt die Abgeordneten fest. Mit der Skizze während der Debatte zum Hebammengesetz vom 23. Februar 1928 hinterließ er nicht nur ein Zeugnis der demokratischen Meinungsbildung, sondern auch der politischen Frauenemanzipation. Der Künstler starb 1973 in Weimar.

Leihgabe der Alfred-Ahner-Stiftung  im Archiv des Thüringer Landtags
Orte und Menschen
Stadtmuseum Weimar im Bertuchhaus
Weimar
Anfang 19. Jahrhundert
Gästebuch des Gasthauses „Zum Weißen Schwan“ in Weimar
Schon Goethe hat gern seine Gäste im „Gasthaus zum Weißen Schwan“ am Frauenplan untergebracht. Diese traditionsreiche Stätte wurde auch von vielen Abgeordneten während der Tagung der verfassunggebenden Deutschen Nationalversammlung 1919 aufgesucht. Das extra aus diesem Anlass von Inhaber Karl Ziege neu angelegte Gästebuch, unter anderem mit Einträgen von Gustav Stresemann und Gustav Noske, beginnt mit folgendem Eintrag: „Von Berlin geflüchtet, haben wir hier // eine sichere trauliche Stätte gefunden. // Mögen dem schönen Weimar und unse- // rem lieben Vaterland bald bessere // Tage werden! // Weimar 30/III 1919 // Fehrenbach // Präsident der National-Versammlung.“ Politiker aller Couleur tafelten hier nach getaner Arbeit, die darin bestand, in Rekordzeit eine Verfassung zu erarbeiten – für die erste deutsche Republik.
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