Das Digitale Landesmuseum Thüringen

100 Objekte. 100 Museen = 100 Geschichten


100 Museen haben mit ungewöhnlichen, berühmten oder wertvollen Stücken aus ihren Sammlungen diese erste virtuelle Ausstellung möglich gemacht. Jedes dieser Objekte hat etwas ganz Besonderes zu erzählen. Alle zusammen zeigen 400 Millionen Jahre Geschichte - aus, mit und über Thüringen und auch über die Landesgrenzen hinaus. Das Digitale Landesmuseum Thüringen ist ein neues Format für alle, die sich für Thüringen und seine Museen interessieren: Hier können Sie sich überraschen lassen! Sie können Unerwartetes entdecken oder guten Bekannten wieder begegnen. Wir möchten Sie inspirieren, auch die realen Objekte in den Thüringer Museen zu besuchen und dort noch viele andere kennenzulernen. Denn im Museum begegnet man Geschichte und Geschichten.


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Ihr Museumsverband Thüringen e.V.

Orte und Menschen
Stadtmuseum Gera
Gera
um/nach 1623
Epitaph des Nicolaus de Smit (Fragment)
1595 ließ sich der Kaufmann Nicolaus de Smit (1541-1623) in Gera nieder. Er stammte aus den calvinistischen Niederlanden. Sein Gewerbe: Herstellung und Handel von Zeugwaren, also von leichten Stoffen aus gekämmter Schafwolle. Alteingesessenen Tuchmachern musste der Zuwanderer als unliebsamer Konkurrent erscheinen, wobei man gegen ihn auch wegen seines Glaubens vorging. Doch der reußische Landesherr Heinrich Posthumus schützte einen seiner besten Steuerzahler. De Smits Stoffe waren feiner verarbeitet und anders – nach mitgebrachten Rezepturen – gefärbt. Seine Manufaktur bildete so einen Ausgangspunkt für den Aufschwung der Zeugwirkerei in der Stadt. Der Niederländer steht damit am Anfang der Entwicklung Geras zu einem Zentrum der Textilindustrie. Auch wenn nur fragmentarisch erhalten, bezeugt das wappengeschmückte Epitaph das Selbstbewusstsein des bürgerlichen Unternehmers.
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