Das Digitale Landesmuseum Thüringen

100 Objekte. 100 Museen = 100 Geschichten


100 Museen haben mit ungewöhnlichen, berühmten oder wertvollen Stücken aus ihren Sammlungen diese erste virtuelle Ausstellung möglich gemacht. Jedes dieser Objekte hat etwas ganz Besonderes zu erzählen. Alle zusammen zeigen 400 Millionen Jahre Geschichte - aus, mit und über Thüringen und auch über die Landesgrenzen hinaus. Das Digitale Landesmuseum Thüringen ist ein neues Format für alle, die sich für Thüringen und seine Museen interessieren: Hier können Sie sich überraschen lassen! Sie können Unerwartetes entdecken oder guten Bekannten wieder begegnen. Wir möchten Sie inspirieren, auch die realen Objekte in den Thüringer Museen zu besuchen und dort noch viele andere kennenzulernen. Denn im Museum begegnet man Geschichte und Geschichten.


Treten sie ein!


Ihr Museumsverband Thüringen e.V.

Hof und Herrschaft
Staatliche Bücher- und Kupferstichsammlung Greiz
Greiz
1771
Marie-Jeanne Comtesse du Barry und ihr Page Louis-Benoît Zamore
Das aufwendig gedruckte Blatt beruht auf einer Vorlage des Porträtmalers Jean-Baptiste André Gautier-Dagoty (1740-1786). Dargestellt ist Marie-Jeanne Comtesse du Barry (1743-1793). Das Kind einer Näherin verdankte ihren Wohlstand einer Intrige: Pro forma verheiratet mit einem Adligen wurde sie an den Königshof lanciert und von Ludwig XV. zur Mätresse erwählt. Bis heute hängt eine Gemäldeversion dieses Bildnisses im Schloss von Versailles. Doch ebenso bedeutend für das Leben der Comtesse war der Page links am Bildrand. Aus den Memoiren der Porträtierten kennt man seinen Namen: Louis-Benoît Zamore (1762-1820). Er stammte aus Chittagong (heute Bangladesch), und der König schenkte ihn im Knabenalter seiner schönen Gespielin. Während der Revolutionsjahre schloss sich Zamore den Jakobinern an und denunzierte seine Herrin mehrfach. Seine Zeugenaussage brachte die Comtesse schließlich auf die Guillotine.
Orte und Menschen
Staatliche Bücher- und Kupferstichsammlung Greiz
Greiz
2006
Vorsicht! Wir sind hier in einem sehr kleinen Bundesland!
Barbara Henniger, geboren 1938 in Dresden, ist die bekannteste ostdeutsche Karikaturistin. Sie begann nach dem Abitur ein Architekturstudium, das sie nach kurzer Zeit erfolgreich abbrach. Während der Studienzeit entstanden bereits erste Karikaturen für das Sächsische Tageblatt in Dresden. Von 1959 bis 1967 arbeitete sie dort als Journalistin, Redakteurin und Illustratorin. Seither ist Barbara Henniger als freischaffende Karikaturistin tätig und veröffentlicht auch heute noch regelmäßig im Eulenspiegel. Das Blatt wurde 2009 auf der 6. Triennale des Satiricums zum Thema „Im Dschungel der Kleinstadt“ gezeigt und als eines von zehn ausgestellten Werken für die Greizer Karikaturensammlung angekauft. Die 1975 gegründete Spezialsammlung umfasst heute mehr als 10.000 Werke, wobei die Sammeltätigkeit seit 1990 auf den gesamten deutschsprachigen Raum ausgedehnt wurde.
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