Das Digitale Landesmuseum Thüringen

100 Objekte. 100 Museen = 100 Geschichten


100 Museen haben mit ungewöhnlichen, berühmten oder wertvollen Stücken aus ihren Sammlungen diese erste virtuelle Ausstellung möglich gemacht. Jedes dieser Objekte hat etwas ganz Besonderes zu erzählen. Alle zusammen zeigen 400 Millionen Jahre Geschichte - aus, mit und über Thüringen und auch über die Landesgrenzen hinaus. Das Digitale Landesmuseum Thüringen ist ein neues Format für alle, die sich für Thüringen und seine Museen interessieren: Hier können Sie sich überraschen lassen! Sie können Unerwartetes entdecken oder guten Bekannten wieder begegnen. Wir möchten Sie inspirieren, auch die realen Objekte in den Thüringer Museen zu besuchen und dort noch viele andere kennenzulernen. Denn im Museum begegnet man Geschichte und Geschichten.


Treten sie ein!


Ihr Museumsverband Thüringen e.V.

Sakrales und Profanes
Museum Alte Synagoge Erfurt
Erfurt
1. Hälfte 14. Jahrhundert
Jüdischer Hochzeitsring
Unter mehr als 700 erhaltenen gotischen Goldschmiedearbeiten sticht der Hochzeitsring aus dem frühen 14. Jahrhundert als einziges jüdisches Objekt hervor. Er trägt die hebräische Inschrift MAZAL TOV (Viel Glück) und hat einen Bezug zum Hochzeitsritus: Während der Zeremonie wurde der Ring vom Bräutigam der Braut angesteckt und ging damit in ihren Besitz über. Aus dem Mittelalter sind neben dem Erfurter Ring nur zwei weitere Hochzeitsringe dieser Art erhalten, alle tragen als Ringkopf ein kleines Miniaturgebäude. Das außergewöhnliche Exponat wurde im ehemaligen jüdischen Quartier im Zentrum der mittelalterlichen Stadt Erfurt als Teil eines Schatzfundes geborgen. Seine Verbergung kann mit dem Pogrom vom 21. März 1349 in Verbindung gebracht werden, bei dem die jüdische Gemeinde in Erfurt ausgelöscht wurde. Als ehemaliger Besitzer kommt der Bankier Kalman von Wiehe in Frage.
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