Das Digitale Landesmuseum Thüringen

100 Objekte. 100 Museen = 100 Geschichten


100 Museen haben mit ungewöhnlichen, berühmten oder wertvollen Stücken aus ihren Sammlungen diese erste virtuelle Ausstellung möglich gemacht. Jedes dieser Objekte hat etwas ganz Besonderes zu erzählen. Alle zusammen zeigen 400 Millionen Jahre Geschichte - aus, mit und über Thüringen und auch über die Landesgrenzen hinaus. Das Digitale Landesmuseum Thüringen ist ein neues Format für alle, die sich für Thüringen und seine Museen interessieren: Hier können Sie sich überraschen lassen! Sie können Unerwartetes entdecken oder guten Bekannten wieder begegnen. Wir möchten Sie inspirieren, auch die realen Objekte in den Thüringer Museen zu besuchen und dort noch viele andere kennenzulernen. Denn im Museum begegnet man Geschichte und Geschichten.


Treten sie ein!


Ihr Museumsverband Thüringen e.V.

Innovation und Technik
Klassik Stiftung Weimar: Nietzsche-Archiv
Weimar
vor 1882
Skrivekugle (Schreibkugel) aus dem Besitz Friedrich Nietzsches
1865 von dem Dänen Rasmus Malling-Hansen (1835-1890) entwickelt, handelt es sich um die erste serienmäßig hergestellte Schreibmaschine. Als Lehrer an einer Taubstummenschule war Hansen aufgefallen, dass seine Schüler mit der Fingersprache die Lautzeichen auffällig schnell wiedergeben konnten. So kam er auf die Idee der Scrivekugle, bei deren Benutzung man alle zehn Finger einsetzen konnte. Ihren Namen verdankt die Schreibkugel den 54 konzentrisch angeordneten Tasten auf der Oberseite, die das Segment einer Kugel bilden. Friedrich Nietzsche war stark fehlsichtig und kaum mehr in der Lage, seine eigene Schrift zu lesen. Von der Maschine erhoffte er sich ein klares Schriftbild. Daher erwarb Elisabeth Förster-Nietzsche 1882 die Schreibhilfe für ihren Bruder. Weil das „Ding aus Eisen“ aber schnell defekt und zudem kompliziert zu bedienen war, nutzte er es nur etwa sechs Wochen.
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