Das Digitale Landesmuseum Thüringen

100 Objekte. 100 Museen = 100 Geschichten


100 Museen haben mit ungewöhnlichen, berühmten oder wertvollen Stücken aus ihren Sammlungen diese erste virtuelle Ausstellung möglich gemacht. Jedes dieser Objekte hat etwas ganz Besonderes zu erzählen. Alle zusammen zeigen 400 Millionen Jahre Geschichte - aus, mit und über Thüringen und auch über die Landesgrenzen hinaus. Das Digitale Landesmuseum Thüringen ist ein neues Format für alle, die sich für Thüringen und seine Museen interessieren: Hier können Sie sich überraschen lassen! Sie können Unerwartetes entdecken oder guten Bekannten wieder begegnen. Wir möchten Sie inspirieren, auch die realen Objekte in den Thüringer Museen zu besuchen und dort noch viele andere kennenzulernen. Denn im Museum begegnet man Geschichte und Geschichten.


Treten sie ein!


Ihr Museumsverband Thüringen e.V.

Orte und Menschen
Klassik Stiftung Weimar: Goethe-Nationalmuseum
Weimar
um 1816
Dornburger Coelestine
Über Jahrzehnte baute sich Goethe seine mineralogisch-geologische Sammlung auf. Davon erhoffte er sich Aufschlüsse über das größte aller Themen: die Entstehung der Erde. Da er ungern wieder etwas abgab, war es ein Glücksfall, dass er über Coelestine aus der Umgebung von Dornburg verfügen konnte. Die Steine, die er selbst um 1816 auf den dortigen Äckern gesammelt hatte, setzte er als Tauschobjekt für andere Mineralien ein. Erst 1797 als strontiumhaltiges Sulfat klassifiziert, erhielt es ein Jahr später von dem mit Goethe befreundeten Geologen Abraham Gottlob Werner (1749-1817) wegen der oft himmelblauen Farbe den heute gültigen Namen. Und Goethe war auf dem neuesten Stand, da er seine Funde korrekt als „Cölestin von Dornburg an der Saale 3 Stunden v. Jena“ etikettierte. Etwa 20 Coelestine sind in seiner Sammlung erhalten, die meisten davon aus Dornburg.
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