Das Digitale Landesmuseum Thüringen

100 Objekte. 100 Museen = 100 Geschichten


100 Museen haben mit ungewöhnlichen, berühmten oder wertvollen Stücken aus ihren Sammlungen diese erste virtuelle Ausstellung möglich gemacht. Jedes dieser Objekte hat etwas ganz Besonderes zu erzählen. Alle zusammen zeigen 400 Millionen Jahre Geschichte - aus, mit und über Thüringen und auch über die Landesgrenzen hinaus. Das Digitale Landesmuseum Thüringen ist ein neues Format für alle, die sich für Thüringen und seine Museen interessieren: Hier können Sie sich überraschen lassen! Sie können Unerwartetes entdecken oder guten Bekannten wieder begegnen. Wir möchten Sie inspirieren, auch die realen Objekte in den Thüringer Museen zu besuchen und dort noch viele andere kennenzulernen. Denn im Museum begegnet man Geschichte und Geschichten.


Treten sie ein!


Ihr Museumsverband Thüringen e.V.

Freiheit und Selbstbestimmung
Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße
Erfurt
1989
Armbinde der Erfurter Bürgerwache
Ende der 1980er-Jahre setzen sich immer mehr Menschen in der DDR für Freiheit und Demokratie ein. Doch das Ministerium für Staatssicherheit (kurz: Stasi) unterdrückte die Bürgerrechtsbewegung und inhaftiert missliebige Personen in speziellen Haftanstalten. Eine davon steht am Erfurter Domplatz in der Andreasstraße. Am 4. Dezember 1989 wird die Andreasstraße zum Schauplatz der Friedlichen Revolution, als Frauen sich frühmorgens Zutritt zur Erfurter Stasi‐Zentrale verschaffen. Gemeinsam mit anderen Mutigen richten sie die Bürgerwache ein, die Beweise für die Menschenrechtsverletzungen der Geheimpolizei sichert. Mit selbst genähten Armbinden demonstrieren sie Autorität. Es ist die erste Besetzung einer Stasi‐Zentrale samt der dazugehörigen Haftanstalt. Einen Tag nach der revolutionären Aktion entsteht das Erfurter Bürgerkomitee, das die Auflösung der DDR‐Geheimpolizei vorantreibt.
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