Das Digitale Landesmuseum Thüringen

100 Objekte. 100 Museen = 100 Geschichten


100 Museen haben mit ungewöhnlichen, berühmten oder wertvollen Stücken aus ihren Sammlungen diese erste virtuelle Ausstellung möglich gemacht. Jedes dieser Objekte hat etwas ganz Besonderes zu erzählen. Alle zusammen zeigen 400 Millionen Jahre Geschichte - aus, mit und über Thüringen und auch über die Landesgrenzen hinaus. Das Digitale Landesmuseum Thüringen ist ein neues Format für alle, die sich für Thüringen und seine Museen interessieren: Hier können Sie sich überraschen lassen! Sie können Unerwartetes entdecken oder guten Bekannten wieder begegnen. Wir möchten Sie inspirieren, auch die realen Objekte in den Thüringer Museen zu besuchen und dort noch viele andere kennenzulernen. Denn im Museum begegnet man Geschichte und Geschichten.


Treten sie ein!


Ihr Museumsverband Thüringen e.V.

Kostbarkeiten und Kuriositäten
Angermuseum
Erfurt
1655-1662
Erfurter Münzhumpen
Erst mit dem Auftauchen im Kunsthandel konnte der Meister identifiziert werden: Die Initialen F E stehen für Friedrich Engau, Meister ab 1647 und bis 1662 als Mitglied einer Erfurter Goldschmiedefamilie erwähnt. Der Münzhumpen stellt das erste Werk dar, das Engau zugewiesen werden kann. Insgesamt sind 32 unterschiedliche Münzen eingelötet, die Zwischenräume mit feinen Gravuren verziert. Die zwischen 1538 und 1655 geprägten Geldstücke stammen vornehmlich aus wettinischen, welfischen, Schwarzburger und Sachsen-Weimarer Münzstätten. Profane Goldschmiedearbeiten aus Erfurt sind infolge der Tributzahlungen an Napoleon und der damit verbundenen Einschmelzungen extrem selten; schon im Dreißigjährigen Krieg ging das Erfurter Ratssilber fast in Gänze verloren. So bildet der Münzhumpen ein seltenes Belegstück für das hohe Niveau der Erfurter Gold- und Silberschmiedekunst im 17. Jahrhundert.
0%