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Das Digitale Landesmuseum Thüringen

100 Objekte. 100 Museen = 100 Geschichten


100 Museen haben mit ungewöhnlichen, berühmten oder wertvollen Stücken aus ihren Sammlungen diese erste virtuelle Ausstellung möglich gemacht. Jedes dieser Objekte hat etwas ganz Besonderes zu erzählen. Alle zusammen zeigen 400 Millionen Jahre Geschichte - aus, mit und über Thüringen und auch über die Landesgrenzen hinaus. Das Digitale Landesmuseum Thüringen ist ein neues Format für alle, die sich für Thüringen und seine Museen interessieren: Hier können Sie sich überraschen lassen! Sie können Unerwartetes entdecken oder guten Bekannten wieder begegnen. Wir möchten Sie inspirieren, auch die realen Objekte in den Thüringer Museen zu besuchen und dort noch viele andere kennenzulernen. Denn im Museum begegnet man Geschichte und Geschichten.


Treten sie ein!


Ihr Museumsverband Thüringen e.V.

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Geschichten und Legenden
Deutsches Spielzeugmuseum Sonneberg
Sonneberg
1843-1844
Figurenensemble „Gulliver in Lilliput“
Wer kennt sie nicht, Jonathan Swifts Geschichten aus „Gullivers Reisen“ von 1726? Der wohl bekanntesten Episode „Gulliver in Liliput“ setzte der Sonneberger Spielzeug-Verleger Adolf Fleischmann (1819-1895) ein besonderes Denkmal mit einem Figurenensemble, das schon auf der Londoner Weltausstellung 1851 zu einem Publikumsmagneten wurde. Ein Nürnberger Modelleur und drei einheimische Bossierer fertigten die 170 individuell gestalteten Figuren mit Hingabe, Detailreichtum und heimischen Rohstoffen. Im Fall des Gulliver wurde Papiermaché in Form gebracht, die Liliputaner jedoch sind aus einer Teigmasse geknetet. Wenn die Spießbürger Liliputs mitunter ein wenig teigig um die Hüften wirken, so liegt dies aber nicht am Material, sondern entspricht einer kongenialen Umsetzung von Swifts satirischer Vorlage.
Nah und Fern
Astronomiemuseum der Sternwarte Sonneberg
Sonneberg
1923
Erste Sternhimmel-Fotoplatte Cuno Hoffmeisters
Am 14. September 1923 belichtete der Astronom Cuno Hoffmeister (1892-1968) die erste Fotoplatte des nördlichen Sternenhimmels in der Sternwarte Sonneberg. Damals konnte er noch nicht ahnen, dass daraus das zweitgrößte astronomische Fotoplattenarchiv der Welt werden sollte. Mit der kontinuierlichen Fortsetzung dieser fotografischen Dokumentation schuf er eine Grundlage zur Erforschung der „Veränderlichen Sterne“ in Sonneberg. Etwa ein Drittel aller bekannten variablen Sterne in unserer Galaxis wurde anhand dieser Platten in der vordigitalen Zeit entdeckt. Die heute mehr als 275.000 Aufnahmen haben etwa neun Jahrzehnte der Geschichte des nördlichen Sternhimmels festgehalten. Heute wird das Archiv mittels digitaler Fotografien erweitert. Die historischen Aufnahmen stehen digitalisiert den Astronomen der ganzen Welt zur Verfügung.

Dauerleihgabe der Sternwarte Sonneberg
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