Das Digitale Landesmuseum Thüringen

100 Objekte. 100 Museen = 100 Geschichten


100 Museen haben mit ungewöhnlichen, berühmten oder wertvollen Stücken aus ihren Sammlungen diese erste virtuelle Ausstellung möglich gemacht. Jedes dieser Objekte hat etwas ganz Besonderes zu erzählen. Alle zusammen zeigen 400 Millionen Jahre Geschichte - aus, mit und über Thüringen und auch über die Landesgrenzen hinaus. Das Digitale Landesmuseum Thüringen ist ein neues Format für alle, die sich für Thüringen und seine Museen interessieren: Hier können Sie sich überraschen lassen! Sie können Unerwartetes entdecken oder guten Bekannten wieder begegnen. Wir möchten Sie inspirieren, auch die realen Objekte in den Thüringer Museen zu besuchen und dort noch viele andere kennenzulernen. Denn im Museum begegnet man Geschichte und Geschichten.


Treten sie ein!


Ihr Museumsverband Thüringen e.V.

Hof und Herrschaft
Naturhistorisches Museum Schloss Bertholdsburg Sch
Schleusingen
16. Jahrhundert bzw. 19. Jahrhundert / 20. Jahrhundert
Münzteller
Gewiss handelt es sich um die Liebhaberei eines kunstsinnigen Münzsammlers, der zwölf kostbare Renaissance-Taler aus vor allem deutschen und eidgenössischen Prägestätten in einen verzierten Teller aus Silber einarbeiten ließ. Die Datierung des Arrangements ist nicht gesichert, jedoch erfreuten sich solche Zusammenstellungen im 18. und 19. Jahrhundert großer Beliebtheit. Bei dem prächtigen Münzteller sind die Geldstücke sorgsam zusammengestellt – nur kostbare Taler wurden gewählt, geringwertige Groschen, Heller oder Pfennige haben keinen Platz, und jede Prägung kommt nur einmal vor. Die Taler zeigen meist das Bildnis des Münzherrn. Eines der seltensten Exemplare ist der 1563 geprägte Taler des Grafen Georg Ernst von Henneberg-Schleusingen (1511–1583), letzter männlicher Vertreter der hennebergischen Dynastie.
Mensch und Tier
Naturhistorisches Museum Schloss Bertholdsburg Sch
Schleusingen
Schädelfragment des Onchiodon thuringiensis Werneburg
Der Fund von Manebach erwies sich als eine Sensation, handelte es sich doch um das größte Saurierskelett aus dem Perm in Thüringen. Neben dem knapp 30 cm langen Schädel (Schädeldach und Gaumen samt Unterkiefer-Ästen) wurden auch diverse Wirbel, Rippen, Schulter- und Beckengürtel-Knochen, einzelne Gliedmaßen-Knochen sowie knöcherne Bauchschuppen geborgen. Wissenschaftlich gehört der Saurier mit dem krokodilartigen Habitus zu den temnospondylen Amphibien („Schnittwirbler“) und hat Verwandte in der ganzen Welt, die engsten bisher bekannten in Sachsen, Texas und New Mexico. Aber dieser „echte Thüringer“ hat seine Besonderheiten, weswegen er auf Grund seines Vorkommens im heutigen Thüringen als eigene Art beschrieben wurde. So ist er mit über anderthalb Metern Länge der größte Vertreter seiner Familie in ganz Europa während des Perm und hat vorwiegend an Land gelebt.
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