Das Digitale Landesmuseum Thüringen

100 Objekte. 100 Museen = 100 Geschichten


100 Museen haben mit ungewöhnlichen, berühmten oder wertvollen Stücken aus ihren Sammlungen diese erste virtuelle Ausstellung möglich gemacht. Jedes dieser Objekte hat etwas ganz Besonderes zu erzählen. Alle zusammen zeigen 400 Millionen Jahre Geschichte - aus, mit und über Thüringen und auch über die Landesgrenzen hinaus. Das Digitale Landesmuseum Thüringen ist ein neues Format für alle, die sich für Thüringen und seine Museen interessieren: Hier können Sie sich überraschen lassen! Sie können Unerwartetes entdecken oder guten Bekannten wieder begegnen. Wir möchten Sie inspirieren, auch die realen Objekte in den Thüringer Museen zu besuchen und dort noch viele andere kennenzulernen. Denn im Museum begegnet man Geschichte und Geschichten.


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Ihr Museumsverband Thüringen e.V.

Innovation und Technik
Museum für Glaskunst Lauscha
Lauscha
um 1870
Musterkasten mit Schalenaugen
Als der Würzburger Augenarzt Heinrich Adelmann (1807-1884) nach besseren Augenprothesen suchte, stieß er auf Puppen aus Lauscha. 1832 konnte er den Glasbläser Ludwig Müller-Uri (1811-1888) für die Herstellung von Glasaugen für Menschen gewinnen. 1835 wurden dann die ersten gelungenen Augenprothesen bei Patienten eingesetzt. Wegen ihrer Qualität wurden sie weltweit immer wieder mit Preisen ausgezeichnet. Die Lauschaer Glasaugen waren nicht nur durch eine eigens entwickelte Technologie äußerst naturalistisch gestaltet, sondern sie konnten gut der Muskulatur des Augapfels angepasst werden, waren gut verträglich und vom gesunden Auge kaum zu unterscheiden. Als Gemeinschaftsentwicklung mehrerer Lauschaer Glasmeister gilt das Kryolithglas. Es verlieh den Glasaugen eine lange Lebensdauer. Der Musterkasten wurde auf Messen und Geschäftsreisen genutzt.
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