Das Digitale Landesmuseum Thüringen

100 Objekte. 100 Museen = 100 Geschichten


100 Museen haben mit ungewöhnlichen, berühmten oder wertvollen Stücken aus ihren Sammlungen diese erste virtuelle Ausstellung möglich gemacht. Jedes dieser Objekte hat etwas ganz Besonderes zu erzählen. Alle zusammen zeigen 400 Millionen Jahre Geschichte - aus, mit und über Thüringen und auch über die Landesgrenzen hinaus. Das Digitale Landesmuseum Thüringen ist ein neues Format für alle, die sich für Thüringen und seine Museen interessieren: Hier können Sie sich überraschen lassen! Sie können Unerwartetes entdecken oder guten Bekannten wieder begegnen. Wir möchten Sie inspirieren, auch die realen Objekte in den Thüringer Museen zu besuchen und dort noch viele andere kennenzulernen. Denn im Museum begegnet man Geschichte und Geschichten.


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Ihr Museumsverband Thüringen e.V.

Innovation und Technik
Keramik-Museum Bürgel
Bürgel
um 1906
Teekanne nach Henry van de Velde
1906 präsentierte die Bürgeler Ton- und Majolikawarenfabrik Max Neumanns (1861-1907) auf der Kunstgewerbe-Ausstellung in Dresden ein „Kaffee- und Teeservice in Bauern-Majolika“ nach Entwürfen Henry van de Veldes (1863-1957). Der belgische Jugendstilkünstler lieferte als Beauftragter für das Kunstgewerbe im Großherzogtum Sachsen-Weimar ab 1904 Entwürfe für die Bürgeler Keramik-Fabrikanten. Mit seiner Hilfe überwand die Töpferei eine Krise und erwarb internationale Anerkennung. Das Engobedekor mit weißen Punkten auf blauen Grund ist in Bürgel ab dem Ende des 19. Jahrhunderts neben anderen Malhörnchen-Dekoren belegt. Van de Velde griff es auf und ebnete damit dem späteren Markenzeichen der Bürgeler Keramik den Weg. Bis heute kombinieren die örtlichen Werkstätten Varianten des Blauweiß-Dekors mit modernen und traditionellen Formen.
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